vermeindliches

von MaryamSamara

Es gibt Menschen, die sagen, etwas ist trotz Poetik wahr und die anderen, die sagen: deswegen.

[ich weiß wieder nicht, was ich da schreib. weiß nur, dass es wilder werden will. und die träume der nacht bestehen auf meiner schweigepflicht]

unsere vemeidlichen grausamkeiten, wir fliehen ins leben, direkt ins kampfgetümmel, es gibt kein zurück, kein entweichen, deine betroffneheit in deinem gesicht, ich schäme mich für meine wahren worte, du trafst mich mit deinen, berührungen über offenen wunden. ich kenne die furie, wenn sie geweckt wird, bis sie ein zeichen von schwäche sieht, dann nimmt sie sich zurück, verfällt zu heiligem staub der vergebung. ich wollte nie verletzten. nur treffen.

vielleicht gilt das für alle, dass wir uns eigentlich immer nur treffen wollen und diese wut über die unmöglichkeit dessen, die wir dem anderen zu lasten legen müssen.

und es gibt kein zurück vor dem vermeintlich wunderbaren, müssen wir uns ihrem kleid stellen. von oben betrachtet zerreißt die einsamkeit das herz derjenigen, die sie von unten betrachtet schon nicht ertrugen, gewillt zu jeder möglichen tapferkeit. zurück von der schönheit weichen wir, wenn wir unterscheiden wollen. zurück zur schönheit schreiten wir, wollen wir unterscheiden. und das scheiden steckt in jedem wort. den schmerz zu ertragen und ihn zur lust zu machen, zu einem jauchzen. zu liebesschreien: wir sind gemeinsam einsam, schrieb eine und allein mit allem ein, eine andere. und ausgerechnet ich soll den leeren stuhl neben mir frei halten.

die frage, am ende: welche affäre sind verbundenheit und verbindlichkeit heimlich miteinander eingegangen. und wie konnten sie uns so lange an der nase herumführen?