Pirahã

von MaryamSamara

Pirahã

Der Missionar schwimmt über das Wasser. Um ein Volk zu erreichen tut er das.

Das Volk zählt eins und viele. Ansonsten weiß es nichts von Zahlen und auch nichts von Zeit.  Sie erzählen sich keine Geschichten. Heute und vor Heute, sie haben diese gewissen Dinge nicht in ihr Mensch-sein gelassen.

Weil sie sich entschlossen haben, sprechen sie nicht die Sprache der lauten Welt. Sie haben entschlossen, es hat nie einen Grund dazu gegeben.

Sie jagen und erzählen, was sie machen. Aber die Zahlen lernen sie nicht, eins undviele. Sie wollen nichts kaufen. Sie lachen. Sie lachen und zählen den Sand: Ein Korn-viele.

Eines Tages klettert der Missionar erschöpft aus dem Wasser und fängt an zu erzählen. Seine Worte kleben an ihm. Unter seinen Worten liegen die Vokale. Er kommt mit leeren Händen.

Sie sehen ihn. Und er sieht. Der Missionar missioniert sich selbst.