wieder worte [die x-te]

von MaryamSamara

die worte stehen unter dem sein, unterstehen ihm,

ohne ihre wirkung schmälern zu wollen, [so soll es sein], sie sind ein teil, nicht das ganze und manchmal sogar selbst kein teil mehr….

hier ist ihr platz. ein versuch [mit] zu teilen,

worte sind dolmetscher einer anderen sprache. [sie sind nicht die sprache selbst, noch können sie ihr genügen].

wir leben in einer welt,

in der versucht wird, das wort über die wirklichkeit zu heben,

die wirklichkeit in das wort zu quetschen, etwas zu sagen und dann soll es so sein:

ein schild umhängen auf dem steht: „free hugs“ und dann darf man den träger umarmen. so rührend diese versuche auch sind [und sie sind besser als würden wir es nicht versuchen], zeugen diese worte von unserem Seins-verlust. uns ist etwas verloren gegangen.

und wir versuchen es mit den worten wieder

zu finden. wiederworte. wir fischen [fast] blind.

und fragen

fragen

fragen

bis wir wissen, dass es die fragen sind, die uns zeigen, dass es hier keine antworten gibt.

so gesehen sind es die richtigen fragen. also fragen wir und rennen gegen grenzen

mit unseren worten, sie sollen etwas aufbrechen [„aufbrechen ist so gewaltsames wort“-genau das ist es!], eine schale aus vergessen und darunter ist unsere fähigkeit

wieder zu entdecken, was uns verloren schien.