Zivilisationshadereien

von MaryamSamara

vor den menschen keine angst zu haben, vor dem mensch an sich, sich vor seinen systemen zu fürchten und zurecht auch vor den harmlosesten.

die fähigkeit des menschen sich selbst zu abstrahieren, regeln aufzustellen, das ist das wirklich erschreckende an ihm. seine bereitschaft sich an seine eigenen gesetze zu halten und den zu strafen, der es nicht tut. am schrecklichsten jedoch ist die erkenntnis, dass das leben, wie wir es brauchen, weil wir es nur so kennen, also ein teil unserer natur geworden ist, dass es anders gar nicht ginge. außer eben man geht von etwas utopischem aus, nämlich dass das mitleid, die fürsorge und die liebe in uns vorhanden ist, ein instinkt, den man aberzieht, nicht anerzieht.

und ich glaube, so sehe ich den menschen (an sich). deshalb fürchte ich mich nicht vor dem einzelnen, wohl aber vor seinen formularen und systemen. vielleicht ist furcht nicht das richtige wort. es ist ein nicht abstellbares sträuben und das gefühl eines verrats, wenn ich mich doch unterwerfe. verrat an meiner eigentlichen natur.