Dazwischenräume

von MaryamSamara

„Der Raum zwischen den Worten ist wichtiger als die Worte. Das funktioniert aber nur, wenn man sich dessen bewusst ist.“ Eckhart Tolle, frei zitiert. 

Die alte Sehnsucht nach Menschen, die diesen Raum kennen. Die Trauer darüber, wenn das Besondere des Augenblicks zwischen Zweien mit Worten oder anderen Bewegungen weggewischt wird. Und die uralte Angst abgelehnt zu werden. Die Bedürftigkeit nach anderen, die uns auf diese Weise, in diesem Raum begegnen. Denn bleibt der Raum leer, kommt noch der Zweifel dazu. Zweifel an den innersten Wahrheiten, die man in sich entdeckt hat. 

Kann es sein, dass das Gefühl der Gefühlslosigkeit eine Folge von alledem ist?  Ich stelle mir allerlei Fragen, die ich allesamt mit: „Kann sein. Ja, vielleicht.“, beantworten kann. Und am Ende ist das einzige, was ich für eine Antwort bräuchte, ein Mensch, der diese Zwischenräume kennt. Ein paar Sekunden nach dem Punkt fällt mir ein, dass ich ja einen kenne.