Vom Einfach Sein

von MaryamSamara

Rat an mich selbst: Sag erst etwas, wenn du wirklich etwas zu sagen hast. Du muss weder etwas sagen, noch etwas tun, noch irgendwie besonders gut aussehen, damit du wer bist. 

Auf dem Weg zum Bioladen, wurde mir der Grund für mein Unbehagen unter Menschen bewusst. Es ist nicht so sehr die Angst, dass sie einen negativen Beurteilung über mich fällen könnten, sondern eine Erwartung, die ich stelle, nämlich eine Erwartung, die immer gleichzeitig auch ein Bedürfnis ist, dass eine Begegnung stattfindet, so kurz sie auch sei, ein Erkennen als Wesen, es muss nicht mal ein Lächeln sein, eher ein ruhiges registrieren, wir sind gerade jetzt an demselben Ort, ich bin wie du und du wie ich. 

Irgendwie so etwas in der Art, erwartete ich. Mit der Erkenntnis meiner Erwartung löste sich das Unbehagen auf, das ich vorher nicht wirklich akzeptieren konnte, da sich mir sein Grund nicht erschloss. 

Wenn wir eine Handlung/Event an eine Erwartung knüpfen machen wir den Erfolg von dem Eintreten des Erwarteten abhängig. Sobald wir uns unsere eigentliche Absicht/Wunsch/Erwartung, unser Bedürfnis bewusst machen, gewinnen wir den Abstand, den wir brauchen um zu erkennen, dass wir nicht das Bedürfnis sind. 

Unsere Angst so wie wir sind, nicht genug zu sein,

das Gefühl, etwas zusätzlich geben zu müssen

(egal ob es sich hier um Äußerlichkeiten, Schmeicheleien, Klugheiten, Hilfsbereitschaft, eingeschlossen spirituelle Rollen, Manipulationen jeder Art handelt)

um liebenswert zu sein, 

trennt uns von

den anderen,

dem Moment (der das Leben an sich ist)

und vor allem von unserer eigenen Essenz. 

Gestern ging ich an den Menschen vorbei und endlich, endlich wieder spürte ich

Verbundenheit.