Ganz sein.

von MaryamSamara

Wie wäre es, wenn alles gut mit dir wäre, so wie du gerade bist.
Wenn du nichts, aber auch gar nichts ändern müsstest, wenn alles, was du tun müsstest die Annahme wäre, was immer vorhanden ist oder hochkommen mag an Gedanken, Gefühlen, konditionierten Mustern in dir.

Was wäre, wenn deine Schwäche Gnade finden würde

in deinen eignen Augen.
Wenn die Worte „Herz öffnen“ keine peinlich berührten Zuckungen in dir verursachen würden, weil es so kitschig klingt und viel zu esoterisch
für dich.
Kein „Ja, aber..!“ mehr, keine hohen Ideale, die dich nicht nur von dir selbst entfernen, dich in dir aber und abermals abspalten, bis du so zerstückelt bist, dass jedes Tiffanyglas vor Neid erblassen würde, sondern dich dazu auch von den anderen Menschen trennen, die deinen Idealen schon gar nicht gerecht werden können, entweder weil sie auf Sensibilität und Selbstreflexionen scheißen oder weil sie einfach andere Ideale haben.

Erinnerungen an ausgelassene Momente, Kindheitserinnerungen, schwach, aber wahrnehmbar, Momente, in denen man die Möglichkeit vernichtender Kritik noch vergessen konnte, die radikale Leichtigkeit des Seins im ganzen Körper spürte, übermütig und ausgelassen.
Erinnerungen an eine fremde Welt.
Aber immerhin
Erinnerungen, die man vorher ganz vergessen hatte, verdrängt. An eine Zeit, bevor man zu oft gesagt bekam, dass man so wie man ist, nicht richtig ist, bevor man das Gefühl vermittelt bekam, nur auf eine bestimmte Weise akzeptabel zu sein.