Neuanfänge

von MaryamSamara

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Meine Anfänge sind alt und fangen tue ich sie auch nicht.
Außerdem ist mir gänzlich unklar, an welcher Stelle sie beschließen in mein Leben treten.
Handelt es sich um Zyklen, die anfangen und zu Ende gehen oder sind es eher gescheiterte Versuche
à la „Steh auf und versuche es noch einmal!“. Vielleicht ist das eine wie das andere.
Fest steht, mit den Jahren wird etwas abgerieben. Nach und nach abgetragen. Der Scheuermilch des Lebens entgeht niemand. Die gute Nachricht ist, dass auch der Schmutz mitgenommen wird, narzisstischer Dreck aller möglicher Art.

Und das zarte versteckt sich tief. So stehen die Überlebenschancen gut. Ist man bereit, die Schichten abtragen zu lassen, ohne zu verbittern oder allzu lange Freundschaft mit der Hoffnungslosigkeit zu schließen.

Die Erinnerungen an bestimmte Lebensgefühle besitzen sanft magnetische Fähigkeiten. Langsam ziehen sie uns an verloren geglaubte Orte. Es ist kein zurück. Aber auch kein voran. Am ehesten ist es ein Staunen über die Möglichkeit der Entdeckung in uns selbst. Wie das sein kann, dass wir etwas wiederfinden, das wir nicht verloren haben können. Unseren Umfang können wir messen, aber die Tiefe bleibt rätselhaft.