Ode an die Zuversicht von Büşra Delikaya

von MaryamSamara

Ode an die Zuversicht

Nenn mich verrückt, aber ich glaube an den Frieden.
Jenes Gefühl, für das sich unsere Erde in rote Lachen legte,
ihre reinen Wolken mit schwarzen Dämpfen übermalte.
Dieser Zustand, für den sich unsere Geister treffen,
fernab vondichtgesetzten Grenzen undrumgefetzten Wendungen.

Nenn mich idealistisch, aber ich halte fest an der Freiheit.
Ohne Bedenken und erhobenen Handgelenken
werfe ich das Zeichen und die zwei Finger in die Luft,
recke das Symbol des Sieges einer Menschheit –
durch alle Sphären, durch Enthemmung aller Barrieren.

Nenn mich dumm, aber ich höre auf diese Hoffnung.
Lausche durch böige Weiten und zwischen Bomben und Schreien,
nehme ich nichts als qualvolle Totenstille wahr.
Meine Wimper vermag dann nicht zu zucken,
wenn doch mein Herz zu stocken scheint.

Und solange der Kern meines Wesens
solange er langsamer wird,
solange er schneller schlägt,
wenn nicht gerecht ist was Gerechtigkeit formt,

ich meine nur,
solange diese Adern mit blauer Tinte
den Weg zu dem Friedenszeichen an meinen Fingern,
vom Arm bis zum Handgelenk zeichnen,
werde ich ihr stets folgen.

Ich werde die Einheit erkennen,
die ich in all den verschiedenen Hautstrukturen herauslese.
Ich werde mir die Realität herbeiwünschen,
diesen Wunsch zu einem Ziel formen,
die Utopie zur Tatsache schreiben.

Büşra Delikaya
http://buesrad.blogspot.de/