Today II

von MaryamSamara

Wenn es um Erwartungen an andere geht, vergessen wir immer wieder, dass der andere anders ist. Ist das so, weil wir um die Gleichheit der Essenz wissen und glauben wir könnten unsere Ansprüche und Erkenntnisse auf andere übertragen?

Potenziell mag das vielleicht möglich sein, ihr wisst schon Quantenlehre, Paralleluniversen, Om Shanti und Co.

Mit Glauben ist vieles möglich, sind viele über sich hinaus gewachsen, aber ich habe noch von niemandem gehört, dem ein fehlendes Bein nachgewachsen ist, weil er sich intensiv vorgestellt hat, dass er zwei hätte. (Nicht in dieser Welt/als würden wir alle von der selben sprechen/anderes Problem)

Und sind unsere von klein auf gegebenen Talente und Schwächen nicht ähnlich fest vorgegeben?

Natürlich ist es hier viel schwieriger zu sortieren, was veränderbare Gewohnheiten sind und was (nennen wir es mal) unsere von Natur aus gesetzten Grenzen sind.

„Ich mach dann immer so“, „Warum machst du nicht einfach so“, „Es ist alles eine Frage des Willen/Wollens,…
Das sind Sätze, die wenn sie einen selbst (be)treffen Ärger/Trauer hervorrufen. Der andere zeigt, dass er uns nicht verstanden hat, dass er keine Ahnung hat, was es bedeutet in unserer Haut zu stecken.

Man fragt sich, warum der andere es nicht verstehen kann.
Und schon ist man in dieselbe Falle getappt. Von dem anderen zu erwarten, das er anders wär.
Ganz davon abgesehen, dass man es ja selbst oft genug vergisst.
Ihr versteht schon: Die Splitter im Auge des anderen sehen und den Balken im eigenen Auge nicht.
(Frei zitiert Matthaeus 7:3)

Aber ich bin abgekommen vom Thema (auf das ich hinschreiben wollte).. glaube ich zumindest, denn ich bin verwirrt. Immer wieder, immer noch.

Die Fragen, die ich mir stelle sind:
Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen?

Wo liegen die Grenzen meiner Möglichkeiten?

In welchem Maße habe ich die Macht meine Gedanken/Gefühle (und damit meine Lebensqualität (schrecklich materialistisch konnotierte Wortschöpfung/anderes Problem/wirklich anderes Problem??))
zu kontrollieren?

Immer wieder: Wo sind die Grenzen?