Mary am Meer

Winter Jasmin Blossom

The jasmin blossoms for the second time this year.

It´s past fall and the jasmin-blossom-scent mixes with cold, wintry air as you open the window. It feels like two places become one, like they and you dissolving in something.

It´s hard to stand this overwhelmingly beautiful, somehow contradictory smell, like there is not enough perception in you to fully absorb,

although you are longing for. (you are really longing for!)

Love stuff enters your mind. How hard can it be for the shall to crack open?

something real.

Don´t you ever dare

to confuse

my kindness with

weakness.

And don´t you even think,

my weakness is weak.

So many liars telling their stories, so how should we know, how to believe, who to thank for and who to blame?

If this house is built of illusions, the sinner might be the seeker for something real.

And how can´t you see, my strength as weakness. And how can you hope for more?

No big picture here

Man könnte meinen, mit der Zeit würde sich das Bild vervollständigen. Aber es zerteilt sich in immer kleiner werdende Stücke. Wir sehen die toten Winkel und akzeptieren, dass sie unsichtbar bleiben.

Wir wissen, was wir wollen und was nicht und dass sie nicht so wichtig sind, unsere Wünsche, unser Befinden. Und es stimmt, was andere zuvor gesagt haben, dass wahre Freiheit durch die Befreiung des Egos kommt.

So wachst du eines Morgens auf und immer noch bist du eigentlich zu müde für diese Welt, noch immer hast du keine Ahnung wie du bestehen sollst, aber es hängt nicht mehr alles davon ab, wie du dich fühlst. So paradox es klingen mag, du machst dein Gefühl zum Leben nicht davon abhängig, wie du dich gerade fühlst.

Und mit einem Mal verstehst du, dass wir alle mehr fühlen wollen und warum das dazu führt, dass unsere Gefühle uns beherrschen. Wahrscheinlich nicht die letze falsche Identifikation, die wir entdecken.

Die Welt in und um uns wird klarer, aber nicht in dem Sinne, dass sie verständlicher wird.

Gekürztes

Manchmal sind es die Dinge, die man meinte nie überwinden zu können, deren Umklammerungen sich lösen, fast über Nacht, so scheint es. Und dann sind es die Dinge, die man meinte nicht ertragen zu können, die uns genau dabei halfen, eben nicht über Nacht.

 

Niemand hat mir gesagt.

So schwer es mir vor einiger Zeit viel, nicht jeden Gedanken niederzuschreiben, fällt es mir jetzt, überhaupt zu schreiben. Niemand hat mir gesagt, dass man bestimmte Eigenschaften verlieren kann.

Tendenz steigend.

Dieser Herbst in Berlin ist Nebel und Licht, und ich fühle wieder, Tendenz steigend.
Der Abschied vom Sonnenaufgang schmerzt überraschend.
Die Krähen versammeln sich, kreisen krähend über meinem Kopf. (Irgendwann habe ich den Hang zur Alliteration überwunden).

Meditation auf dem Feld, das nach Vanillewaffeln riecht, vielleicht mit einem Hauch Zimt.
Ich mag keine Waffeln, aber den Geruch der Geborgenheit liebe ich.

So viel glauben wir zu sagen, und so wenig sagen wir wirklich.
Die Welt geschieht in unserem Kopf. Je mehr ich meine Worte lösche, um so mehr Sinn ergeben sie. Vielleicht lerne ich irgendwann, das wichtige zu sagen und schweige den Rest.

Noch immer spielt mein Leben in einer Sackgasse, noch immer befürchte ich, als die Frau zu sterben, die ihr Potenzial nicht umzusetzen wusste.

Aber etwas hat sich verändert und ich hoffe, dass es nicht lediglich unter betäubender Gleichgültigkeit versteckt hat: Es ist mir nicht mehr so wichtig. Mein Ich. Und meine Geschichte.
Das Bewusstsein der eigenen Bedeutungslosigkeit und die letztendliche Trivialität aller Dinge ist tröstend.

Vielleicht werde ich nie auf “meine Leute” treffen, nie die Erfahrung machen, wohin zu gehören. Vielleicht gehört das zu mir, dieses Gefühl der Fremdheit. Und vielleicht bin ich es, die auf die anderen (unabsichtlich zwar) herabschaut, in ihnen etwas sucht, das es nur in meinem Kopf gibt, bin ich die beziehungsunfähige und vielleicht schaffe ich es, mir diesen Zug zu verzeihen.

Aus dem Auto auf die Straßen Berlins geschaut, fühle ich wieder, Tendenz steigend,
den Wunsch, den Menschen Verbundenheit zu schenken, fühle mich mit ihnen verbunden. Wir lustigen Gestalten. Wie man jeden an seinen Eigenheiten erkennt, ohne ihn zu kennen. In Bruchteilen von Millisekunden.

Zu Weihnachten wünsche ich mir dieses Jahr Humor und eine Portion Spott, die meiner Ernsthaftigkeit so gut stehen würden.

Und was wünscht du dir?

Von innen.

“Know that all healing forces are within, not without! The applications from without are merely to create within a coordinating mental and spiritual force.”

Edgar Cayce

Wer schreibt.

Nur Suchende schreiben.

(Manche) Flüchtlinge der Einsamkeit. Der Inhalt, (oft) ein Alibi. Kommunikationsmittel. Verbundenheitsvermittlungsversuche.

Wer nicht (mehr) wartet, schweigt. Vielleicht will er noch etwas schreiben. Wie er es schaffte, das Warten aufzugeben.

Vielleicht auch, dass er angekommen ist, das Wo am Ende unwichtig.

Nur Wartende schreiben. Um sich Zeit zu vertreiben. Einen Rückblick zu gestatten, nach vorn zu schauen, im Meer aller Möglichkeiten

zu fischen.

Neuanfänge

10612930_10203217555695026_4329086672142625679_n

Meine Anfänge sind alt und fangen tue ich sie auch nicht.
Außerdem ist mir gänzlich unklar, an welcher Stelle sie beschließen in mein Leben treten.
Handelt es sich um Zyklen, die anfangen und zu Ende gehen oder sind es eher gescheiterte Versuche
à la “Steh auf und versuche es noch einmal!”. Vielleicht ist das eine wie das andere.
Fest steht, mit den Jahren wird etwas abgerieben. Nach und nach abgetragen. Der Scheuermilch des Lebens entgeht niemand. Die gute Nachricht ist, dass auch der Schmutz mitgenommen wird, narzisstischer Dreck aller möglicher Art.

Und das zarte versteckt sich tief. So stehen die Überlebenschancen gut. Ist man bereit, die Schichten abtragen zu lassen, ohne zu verbittern oder allzu lange Freundschaft mit der Hoffnungslosigkeit zu schließen.

Die Erinnerungen an bestimmte Lebensgefühle besitzen sanft magnetische Fähigkeiten. Langsam ziehen sie uns an verloren geglaubte Orte. Es ist kein zurück. Aber auch kein voran. Am ehesten ist es ein Staunen über die Möglichkeit der Entdeckung in uns selbst. Wie das sein kann, dass wir etwas wiederfinden, das wir nicht verloren haben können. Unseren Umfang können wir messen, aber die Tiefe bleibt rätselhaft.

Ganz sein.

Wie wäre es, wenn alles gut mit dir wäre, so wie du gerade bist.
Wenn du nichts, aber auch gar nichts ändern müsstest, wenn alles, was du tun müsstest die Annahme wäre, was immer vorhanden ist oder hochkommen mag an Gedanken, Gefühlen, konditionierten Mustern in dir.

Was wäre, wenn deine Schwäche Gnade finden würde

in deinen eignen Augen.
Wenn die Worte “Herz öffnen” keine peinlich berührten Zuckungen in dir verursachen würden, weil es so kitschig klingt und viel zu esoterisch
für dich.
Kein “Ja, aber..!” mehr, keine hohen Ideale, die dich nicht nur von dir selbst entfernen, dich in dir aber und abermals abspalten, bis du so zerstückelt bist, dass jedes Tiffanyglas vor Neid erblassen würde, sondern dich dazu auch von den anderen Menschen trennen, die deinen Idealen schon gar nicht gerecht werden können, entweder weil sie auf Sensibilität und Selbstreflexionen scheißen oder weil sie einfach andere Ideale haben.

Erinnerungen an ausgelassene Momente, Kindheitserinnerungen, schwach, aber wahrnehmbar, Momente, in denen man die Möglichkeit vernichtender Kritik noch vergessen konnte, die radikale Leichtigkeit des Seins im ganzen Körper spürte, übermütig und ausgelassen.
Erinnerungen an eine fremde Welt.
Aber immerhin
Erinnerungen, die man vorher ganz vergessen hatte, verdrängt. An eine Zeit, bevor man zu oft gesagt bekam, dass man so wie man ist, nicht richtig ist, bevor man das Gefühl vermittelt bekam, nur auf eine bestimmte Weise akzeptabel zu sein.

Was nicht zusammen geht. Versuch einer Skizze

So viel geht nicht zusammen.

Fragen wie “Wie viele Tote braucht es, damit man “Genozid” sagen kann, ohne das Wort inflationär zu benutzen” und “Was koche ich heute zum Mittag” stehen zu dicht bei einander.

Rihanna twittert #FreePalestine und bezeichnet es dann als Fehler. Sie würde sich nie in außenpolitische Angelegenheiten einmischen.

Ich klicke wider besseren Wissens auf ein Video aus Gaza, eine verstaubte, traumatisierte Familie, genauer gesagt,  das, was von ihr übrig geblieben ist, sitzt benommen auf dem Bürgersteig. “Meine Schwestern!”, ruft der kleine Junge: “Asmaa! Hannan!”, immer wieder.

Kein Tropfen Blut ist nötig, keine Gedärme oder heraustretenden Hirne, um die Erkenntnis auszulösen: Das hätte dein Sohn sein können, der seine toten Schwestern ruft.

Ein kleiner Junge würde vollkommen reichen, um alle Massaker dieser Welt zu stoppen.

Die (menschliche) Realität hat jedoch einen Sprung. Sie funktioniert nicht mehr. Schon so lange nicht mehr (schon immer?) und es scheint, dass der Riss immer noch tiefer und tiefer reißt.

In Pakistan werden die Ahmadiyas niedergemetzelt, in Irak Schiiten, Kurden und Christen, in Bahrain, Saudi Arabien, Indonesien, Malaysia ist man besser auch kein Schiit, in Iran die Bahaí und andere, niemand schaut nach Afrika, in Syrien tobt ein Krieg, den niemand gewinnen kann und in Gaza ein Massaker, das von der westlichen Welt nicht nur durch Waffen und finanzielle Hilfe subventioniert und legitimiert wird, sondern letztendlich auch durch uns Konsumenten israelischer Produkte.

Es hängt alles zusammen, lose oder verstrickt. Achja, da war dieses Video: Dumas über den geplanten Krieg im Osten und diverse Ex-Generäle/Agenten, die ganz ähnliches sagen. Komisch, wie viele  im Nachhinein reden, als hätten sie damit nichts zu tun gehabt, aber wenigstens reden sie, auch dazu gehört Mut.

Aber es hört sie eh niemand, so als wäre das Verfallsdatum der Glaubwürdigkeit von Ex-Funktionären abgelaufen.

Ich melde mich- mal wieder- auf einer Dating Seite an, in der Baerchen und Pubärchen, Prinz_oPferd, Nobody87,  Bekanntschaften suchen. Man kann sich auch in der virtuellen Welt sehr einsam fühlen.

Liebe Miriam, nun musst du dich entscheiden…

Wenn die Kinder schon groß wären, würde ich aufs Land ziehen. Da gibt es wenigstens die Einsamkeit der Stadt nicht.

Jetzt ernähre ich mich schon 5 Monate vegan und lowfat. Es fühlt sich unbedeutend an.

Meine Tochter kommt in die Küche und grummelt, es gäbe nichts zu essen. Ich zeige müde auf das Brot, die Butter, Marmelade, sage “Wir haben noch Käse im Kühlschrank und ich hab Pastete gekauft”. Sie grummelt weiter vor sich hin und ich unterdrücke ein: “In anderen Ländern verhungern die Kinder wirklich!”, da ich es doch ganz genauso mache, es bei anderen nur mehr auffällt, die eigenen Unzufriedenheit anstatt den Fokus darauf zu setzen, was man alles hat, zumindest ist es ein durch das schlechte Gewissen getrübter Genuss….

Die Worte verhaken sich wie eine alte Schreibmaschine in meinem Kopf. Verkantet und schief, das alles. Aus meiner Demeter-Früchtetraummüslipackung fliegen mit einem Mal zig Motten. Warum erscheinen mir Motten eklig und Schmetterlinge schön? Nur weil sie bunt sind (oder weil sie nicht aus meiner Müslipackung fliegen)?

Hamas oder Israel? (Als wäre das die Wahl.)

Und was koche ich nun zum Mittag?

 

 

 

Nicht nur in Gaza sterben Kinder, sagen.

Jemand schrieb: “Nicht nur in Gaza sterben Kinder.”

Der Satz ist so falsch, so wahr er auch ist.

 

Nicht nur in Gaza sterben Kinder, zu sagen.

So als könnten die Kinder von Gaza etwas dafür, dass auch woanders Kinder sterben.

Nicht nur in Gaza sterben Kinder, zu sagen.

So als ob das Grauen ihres Todes dadurch an Grauen verlieren würde.

So etwas zu sagen, um zu sagen, dass es dich nicht berührt.

Oder  entrüstenden Menschen antisemitische Motive zu unterstellen, da es sich bei dem Angeklagten um Israel handelt und Israel sich selbst als jüdischen Staat definiert.

Opferkomplexjude, zu sagen, um jeden Juden, der den Rassismus oder die ethnischen Säuberungen Israels kritisiert, mundtot zu machen und als Einzelfall hinzustellen, ohne auf seine Argumente einzugehen.

Hamas, zu sagen, als wäre damit alles gesagt.

Die Angriffe auf die zivile Bevölkerung, die schon lange vor der Entstehung Hamas stattfanden gerechtfertigt.

Es ist kompliziert, zu sagen, um sich von der Last der Verantwortung  eine Position einnehmen zu müssen, zu befreien. So als wäre die Verantwortung nicht mehr da, wenn man sie leugnet, wie ein Kind, das glaubt, es würde nicht mehr gesehen werden, wenn es die Augen schließt.

Um einfach wegschauen zu können und traurig den Kopf zu schütteln über die beiden zerstrittenen Brüder, die angeblich seit Jahrhunderten keinen Frieden finden können.

Über den Israelkonflikt kann man nicht diskutieren, zu sagen.

Als ob es um bloße  Meinungen geht, persönliche Vorlieben, ist, als würde man sagen, dass die Diskussion um die Apartheid in Südafrika auch nur eine Angelegenheit von Meinungen gewesen sei.

Warum geht es uns Deutsche/Europäer an, was dort in Israel geschieht? Warum sollte uns der Konflikt mehr angehen, als das, was in der restlichen Welt geschieht?, zu sagen.

So als habe die dunkle, deutsche Geschichte und die europäische Kolonialgeschichte nichts mit der Entstehung und Radikalisierung Israels zu tun. Oder so als würde die dunkle, deutsche Geschichte gebieten, einen Schleier des Schweigens über alles, was sich jüdisch nennt zu legen, so als seien Juden durch den Holocaust von allen menschlichen Fehlern gereinigt, so als seien Juden nicht Menschen wie andere und so als sei blinde Zustimmung ein Ausdruck von Wiedergutmachung und Freundschaft.

Warum überhaupt etwas sagen, wenn man nur seine kleine Stimme hat? Warum sich nicht an die gängige Version von Recht und Unrecht halten, warum riskieren geächtet zu werden, Freunde zu verlieren, wenn es eh nichts bringt?, sagen.

Weil wir gefragt werden von der nächsten Generation, die die Fakten deutlich sehen wird, ohne die emotionalen, psychologischen Verstrickungen in denen wir uns befinden.

Wie konntet ihr das nicht sehen?, werden sie sagen. Und dann werden die schweigen, die all das gesagt haben.

 

(Miko Peled, der Sohn des einflussreichen, israelischen Generals über die Notwendigkeit der Demokratisierung des israelischen Apartheidstaat Israel)

Eine kleine Geschichte.

Wie geduldig er ist. Wie wenig nachtragend. Wie er immer wieder kam, ohne sich aufzudrängen. Und als ich ihn endlich empfing, einigten wir uns wortlos, keine Fragen zu stellen. Er würde nicht fragen, wo ich so lange gewesen war und ich würde keinen einzigen Satz formen, der die letzte Silbe in die Höhe zog.

Es wurde still um uns; eine aus der Vergangenheit (hart) erarbeitete Stille. Da waren keine Laute mehr, die- wie das kleine Mädchen mit dem Pferdeschwanz, das gerade so gelernt hatte freihändig auf dem Fahrrad zu fahren und vorlaut: “Schau maaal, schau maaal!” rief- auf sich aufmerksam machen wollten.

Eine seltsam, sanfte Entschlossenheit umgab uns. Nicht aufgeben. Durchhalten. Darauf kommt es an: Sich tragen zu lassen von seinen eigenen Schwächen.

Sentimentalitäten hielten wir uns fern. So als hätten wir endlich gelernt, dass sie einem Strohfeuer gleich alles Echte verzehren.

Es ging nicht darum, etwas zu beweisen. Außer vielleicht, dass wir uns Hoffnung bewahrt hatten. Auf eine Weise waren wir wie weise Kinder, die im Laufe der Geschehnisse gelernt hatten, sich auf eine gewisse Art zurückzuziehen. Der Rückzug glich einer Bewegung, kaum beschreibbar, ein wenig wie das Zurückweichen in einem Kampf vor einem Angreifer, an irgendeiner Stelle machte man eine rätselhafte Bewegung, die einen in die  Schutzzone zog. Gerettet. Für jetzt. (Was sich keinesfalls beunruhigend anfühlte, da wir keine Fragen stellten.)

Nur die Einsamkeit überdauerte alles, aber sie überschattete die Welt nicht; sie unterlag.
Wenn wir in den Himmel schauten, war er frei. Und als es regnete, tränkten wir unsere Haut mit jedem Wassertropfen, als ob wir doppelt durstige Pflanzen wären. Der Durst nach Wasser war penetrant und unleugbar, der andere Durst war nicht greifbar, zu unbekannt, um einen Namen zu haben.

Doku über das Bienensterben, anzuschauen bis 8.7.2014

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/br/01072014-more-than-honey-100.html

To become love, instead of waiting for love to come.

You have to put yourself out there! You don´t know how, but you have to put yourself out there*.

You want to become love, instead of wanting for love.

Its all about: To become love, instead of waiting for love to come.

Sometimes you  say: I don´t feel that kind of love, you are talking about. I fear, I am no deep. Not enough. If there were just somebody to show me.

Sometimes you say: I´ m almost there! I feel connected to this infinite love and its soo easy. How come, not everybody can feel, what I feel right now. It is like the easiest thing in the world!

*although you don´t even really know what “out there” means.

_____________________________

Wer wäre die unglückliche Frau, wenn ihr jemand den Kummer wegnimmt? Ihr Gesicht verhärtet sich; alles, vor allem aber die Mundwinkel ziehen tiefe Furchen nach unten, so als hätte sie aus ihren Mundwinkeln Säure geweint.  

Nach ihr möchte ich nur noch Liebe sein. Alles andere: eine unglaubliche Verschwendung. (Vielleicht sogar ein Verbrechen?)

Si vis amari, ama! Mit diesem Satz werde ich mein Herz tätowieren: Wenn du geliebt werden willst, liebe!  

Bis ich es verstanden habe.

Bis ich es endlich verstanden habe.

____________________

Die Sehnsucht für sich behalten. Und den Wunsch nach jemanden, der versteht. Das Verlangen, jemand verlange Hingabe.

Der Trost, dass durch Entzug, die Bedeutung der Dinge vor Abnutzung bewahrt wird. Die Befürchtung, dass das Leben sich nur durch Entzug abnutzt.

Vom Vorbeigehen.

Da ist kein Du.

Am anderen.

Ende.

Kein anderes. 

Ich.

(K)ein anderes Du. 

Austauschbare.

Dinge. Ich sammle nicht.

Haut und Haar. Wo stellt man sich?

Vor. Hin und Weg. Und ein wenig. 

Geht vorbei.

Finden wir uns. 

Wer nicht richtig.

Zermürbte.

weiß nicht.

wie. schmeckt.

Aufgabe.?

Was geht.

vorbei.

 

 

 

 

 

 

كلّ من علىها فان oder: Von der Versöhnung

Lass uns Leben
“Typisch für sie!”, sagen sie und sie wissen nichts.
Weil sie ja nicht einmal wissen, wann sie schweigen sollten oder wie sie ihre schlechten Gedanken kontrollieren, ganz zu schweigen, von der Kunst sie in gute zu transformieren.
Diese Leute, die genau Bescheid wissen wollen, über die Absichten von x und y, um ihrer Seele den Schrecken des eigenen Anblicks zu ersparen, genau auf diese, hab ich aufgehört zu hören.Lass uns lieber Feuer machen, oben auf dem Berg, lass uns tanzen, lass uns lachen, die Tränen im Gesicht, stören uns nicht. Es ist ok.Lass uns in die Sterne gucken und ihnen zu hör´n, was sie zu erzählen haben, wie die Sicht so ist da oben. Lass uns vom Geruch der Nacht einhüllen.

Lass uns laute Lieder singen über Liebe, über Leben und dann mit den Wölfen heul´n. Es ist soweit.

Lass uns die Dunkelheit betrachten und in ihr Hoffnung sehen. Lass uns geheimen Wünschen ihren Namen geben und schau´n wie sie sich freuen.

Lass uns schwören, Schwesterherz, das wir immer weiter gehen, Wunden heilen, Weisheit sammeln, die Welt erkennen und unseren Platz darin.
Alles vergeht, weil es entstand.
Damit lass uns Frieden machen, denn darin liegt der Sinn.

Das schrieb ich im September 2009 verletzt durch einige hässliche Bemerkungen anderer, weil sich nun auch meine andere Schwester scheiden ließ und das Siegel “Die Beziehungsunfähigen” nun endgültig an meiner Familie klebte.
Es war ein spitzer Schmerz und mein Ego, das sich unverstanden fühlte. Ich hätte damals einen Roman drüber schreiben können, warum wir nicht in unseren Ehen blieben und wie es meines Erachtens überhaupt dazu kam, dass wir fast alle viel zu früh heirateten.
Ich trug viel Sehnsucht in mir, auf der anderen Seite aber auch einen tiefe Verbundenheit zur Natur, in der ich neben dem Schmerz unfassbare Liebe und Schönheit erkannte.
Mein Bedürfnis, meine Familie und mich zu verteidigen hat sich gelegt. Am Anfang war es eher eine verbitterte, stolze Gleichgültigkeit, die jetzt mehr und mehr zu einer Bereitschaft wird, den Menschen die Freiheit zu geben, schlechte Urteile zu fällen, getragen von der Erkenntnis, dass diese Urteile nichts mit mir (oder meiner Familie) zu tun haben. Ich brauche es nicht mehr, dass mich jeder mag, für schön und klug befindet, für einen Menschen mit Potenzial.
Im Endeffekt können wir froh sein, wenn sich urteilende Menschen aus unserem Leben entfernen. Aber es ist noch mehr als das.

Ich bin überzeugt, dass wir jedes Urteil, das wir über den/die anderen fällen auch über uns selbst fällen.
Im ersten Augenblick mag es Aussehen, als versuchten wir damit uns selbst zu erheben. Fühlt man näher hin, erkennen wir, dass wir Angst davor haben, dass das unsere eigene Wahrheit sein könnte.
Ich selbst habe geurteilt über die Leute, die urteilen und ich selbst habe oft genug über die Handlungen und Geschichten anderer geurteilt. Es ist befreiend diese Bitterkeit loszuwerden. Und den Ernst (daran arbeite ich noch).
Wir* nehmen unsere Lebensgeschichte viel zu ernst. Wir sind nicht diese Geschichte. Das kann ich nun spüren und dafür bin ich sehr dankbar.

Gestern ging ich durch die Wildgrasfelder auf dem Tempelhofer Feld, über mir ein heiliger Himmel, die Wolken hingen herunter bis zum Horizont, so dass es so aussah als könnte man von dort aus an ihnen hinaufklettern. Die Sonne schien durch die schmalen Lücken zwischen ihnen. Die Felder leuchteten in einem mit grün unterlegtem Gold und der Wind fuhr durch die Halme. Über all leuchteten Wildkräuter (teils in Blüte) heraus in allen möglichen (in meinen Augen) perfekten Farben, lavendel-grau, altrosa-creme, lindgrün, vanille-weiß, lila-blau.

Hätte das Gefühl der Einsamkeit beschlossen zu Hause zu bleiben, wäre ich eins mit der Schönheit geworden, so aber teilte ich den Augenblick mit dem Gefühl meiner Unvollkommenheit und war (trotzdem) dankbar ihn erleben zu dürfen.

*der Einfach halber verallgemeinert

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 460 Followern an