Mary am Meer

Glaube, Leben, Tod

Es wird immer wieder erzählt, dass das der Glaube an ein Leben nach dem Tod aus Angst vor dem Sterben erfunden wurde.

Aus Angst also. Eine menschliche Schwäche.

Zum Trost. Ein menschliches Bedürfnis.

Es wurde uns in der Schule erzählt, an der Uni oder von anderen gutmeinenden Autoritäten. Und jedesmal sah derjenige, der es sagte so aus, als habe er die Dummheit des unaufgeklärten Menschen durchschaut. Mit so einem sympathischen, liebevoll-herablassenden Funkeln in den Augen.

So wurde definiert, dass der moderne Mensch nicht an ein Leben nach diesem Leben glauben darf, außer vielleicht sehr bescheiden und reflektiert.

Wie einfach das immer wieder funktioniert.

Für eine Aussage/ein Gedanke wird nur eine mögliche Schlussfolgerung zugelassen und damit die Aussage selbst diffamiert. (fauler, rhetorischer  Zaubertrick, der mich sowohl staunend als auch wütend macht).

Und ob der einzelne Mensch es durchschaut oder nicht, er kommt gegen die Deutungshoheit der jeweiligen Epoche schlecht an.

In diesem Falle: Ab in die Schublade der spirituellen und/ oder religiösen Spinner.

Dabei könnte man genauso gut sagen: Der Mensch hat die Idee vom alles auslöschendem Tod aus Angst vor einem ewigen Leben erfunden.

Und auch wenn es etwas kindisch klingt, das ganze umzudrehen, es gab Zeiten, da ging ich davon aus, dass mit dem Tod als der große Bruder des Schlafes dann endlich alles vorbei wäre.

Eines kann man bestimmt sagen: Er passt in diese übermüdete Zeit: Der Glaube an kein Leben nach dem Tod (oder um es positiv zu formulieren: Der Glaube an die Auslöschung mit dem Sterben).

 

 

 

Today II

Wenn es um Erwartungen an andere geht, vergessen wir immer wieder, dass der andere anders ist. Ist das so, weil wir um die Gleichheit der Essenz wissen und glauben wir könnten unsere Ansprüche und Erkenntnisse auf andere übertragen?

Potenziell mag das vielleicht möglich sein, ihr wisst schon Quantenlehre, Paralleluniversen, Om Shanti und Co.

Mit Glauben ist vieles möglich, sind viele über sich hinaus gewachsen, aber ich habe noch von niemandem gehört, dem ein fehlendes Bein nachgewachsen ist, weil er sich intensiv vorgestellt hat, dass er zwei hätte. (Nicht in dieser Welt/als würden wir alle von der selben sprechen/anderes Problem)

Und sind unsere von klein auf gegebenen Talente und Schwächen nicht ähnlich fest vorgegeben?

Natürlich ist es hier viel schwieriger zu sortieren, was veränderbare Gewohnheiten sind und was (nennen wir es mal) unsere von Natur aus gesetzten Grenzen sind.

„Ich mach dann immer so“, „Warum machst du nicht einfach so“, „Es ist alles eine Frage des Willen/Wollens,…
Das sind Sätze, die wenn sie einen selbst (be)treffen Ärger/Trauer hervorrufen. Der andere zeigt, dass er uns nicht verstanden hat, dass er keine Ahnung hat, was es bedeutet in unserer Haut zu stecken.

Man fragt sich, warum der andere es nicht verstehen kann.
Und schon ist man in dieselbe Falle getappt. Von dem anderen zu erwarten, das er anders wär.
Ganz davon abgesehen, dass man es ja selbst oft genug vergisst.
Ihr versteht schon: Die Splitter im Auge des anderen sehen und den Balken im eigenen Auge nicht.
(Frei zitiert Matthaeus 7:3)

Aber ich bin abgekommen vom Thema (auf das ich hinschreiben wollte).. glaube ich zumindest, denn ich bin verwirrt. Immer wieder, immer noch.

Die Fragen, die ich mir stelle sind:
Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen?

Wo liegen die Grenzen meiner Möglichkeiten?

In welchem Maße habe ich die Macht meine Gedanken/Gefühle (und damit meine Lebensqualität (schrecklich materialistisch konnotierte Wortschöpfung/anderes Problem/wirklich anderes Problem??))
zu kontrollieren?

Immer wieder: Wo sind die Grenzen?

Today

All-focus

Türen lassen uns rein oder raus. Sie ermöglichen uns den Wechsel von einem Raum in einen anderen. Von einer Welt in eine andere.
Im Chaos dieser Zeit die Tür zu inneren Ruhe finden,
scheint vielen unmöglich und einige sehen nicht einmal Sinn darin.

Setzen Ruhe mit Langeweile gleich,
getrieben von ihrem reizüberfluteten Verstand, der nur „höher, schneller, lauter, bunter, mehr“ kennt, wenn ihm nicht beigebracht wird, dass es keinen ständigen Wachstum gibt, dass die Natur der Dinge auf Ausgleich aufgebaut ist, auf Harmonie.
Im Sog einer materialistisch geprägten Welt, die den kurzen Kick versucht zu einem ewigen zu machen.

Und andere, deren Trauer über oder Wut auf die Ungerechtigkeiten und Wunden, in uns und außerhalb von uns zu den Zugang verdecken/verbieten.
Die die Möglichkeit auf Versöhnung als Verrat an ihr Mitgefühl betrachten, die glauben, dass wenn sie in ihrem kleinen, negativen Zimmer bleiben, der Welt einen Dienst zu erweisen.

Es gibt viele Wege, die uns die Tür versperren. Und immer scheint es uns natürlich, dass es so ist wie wir wahrnehmen.

Du musst heute noch nicht wissen, wo die Tür in eine größere Welt ist.
Lasse nur den Gedanken zu, dass es Türen gibt, die in eine schöneren Raum führen.

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The peace within

Wie kann man Verantwortung für sich übernehmen?

Für seine Gedanken, Gefühle, Worte, Handlungen.

Ohne die Antwort zu kennen, verschiebt die Frage etwas in uns.

Ein kleiner Spalt durch den Veränderung erst möglich wird.

Erst wenn wir erkannt haben, dass wir für alles in unserem Leben verantwortlich sind, beginnt die Reise.

Von einer determinierenden Welt, in denen wir äußerlichen und innerlichen Umständen ausgeliefert sind in eine Welt in der wir den Dingen gewachsen sind, ruhig und bestimmt.

Es lohnt sich Sr.  Jayanti zu zu hören. Wie sie die Reise zum inneren Frieden beschreibt.

Create inner freedom

Und ich glaube, dass jeder der genug gelitten hat, bereit für Veränderung ist. Wenn wir bereit sind aufzuhören, das  Drama in und um uns durch unterschiedliche  Argumente zu rechtfertigen.

Dann sind wir bereit für Frieden. Zurück zu unserer eigentlichen Natur.

Zero

bmnbmnb

Vielleicht ist es Vermessen, das Empfinden des Anbruchs einer neuen Zeitrechnung: Alles auf O.
Und das ohne dieses „Phönix aus der Asche Gefühl“.
(So ruhig. Zu ruhig?)
Ohne dass sich etwas greifbares verändert hätte.
Das innere bleibt unbegreifbar. Nur die Akzeptanz, dass es das bleibt ist gestiegen.

10. August 2015

Es ist der Zustand der Klarheit, den wir versuchen mit verschiedenen Mitteln anzustreben. Wir verwechseln Ursache und Wirkung.

Eine Frau sagt, sie würde es lieber Erleuchtung statt Liebe nennen, weil Liebe mit so vielen verschiedenen Vorstellungen besetzt sei. Ein Mann sagt dasselbe über Gott.
Es spielt keine gr. Rolle, ob Erleuchtung nicht einem ähnlichen Problem unterliegt.

Orientierung ist das Gefühl des Friedens.
Meer sein und nicht die Welle.
Seiner Geschichte zu entwachsen, erwachsen, erwachen; es liegt alles so nah.
Meine Liebe zur Einfachheit.

Letter to yourself

Instead of sore you choose* healing
In form of forgiveness
In form of love.

Instead of pain
You focus on happiness
Inside
Finding the greater understanding of what is happening.

Instead of blaming the lover and your mother (for not telling you, you are worthy
of all good)
You choose to break the circle of lack: look in the mirror and tell yourself the truth of your worthiness.

Your not denying your wounds, nor hunting for shallow comfort,
but choosing deliberately reconciliation
for there is no other way worthy going.
for you learnt, every relationship needs determination.

Your not denying the causes or the sadness,
but declaring your independence
and your ability to heal, to (for)give, to love.

Dont spend more time asking yourself questions.
Or giving yourself the answers. In the end, they don´t matter.

Start to give yourself what you were looking for
in all the wrong places!!
Start to forgive yourself for your needyness.
Start even when you feel that your decision
don´t reach your inner self-
yet. it will. Be patient (but eager).

Just one thing: Do not weaken in your decision
for you were blaming the one, who weakend.
Just another thing:
I love you already for your braveness
and willingness to grow.

With kind regards❤

*to put your focus on

Trennung. (Das, was blieb, als ich alle Vorwürfe, Verletzungen und Sträuben löschte.)

Es ist zu hell heut Nacht,
obwohl der Mond nicht scheint und auch keine Sterne.
Vielleicht sind es leuchtende Fenster.
Es ist schwer Schlaf zu finden
im Angesicht des Unbekannten.

Die Zäune sind elektrisiert.
Und der Himmel verhangen.
Es sollte leicht sein.
Abschied.
Alles beginnt mit dem Mut
zu vertrauen,
was eine dunkle Nacht bedeckt
hält.

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  Foto fotografiert. 

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Wer sein

Wie gerne würde ich in etwas anderes schreiben als in Worten!

Und wann habe ich angefangen, das Wort zu verdächtigen, es auf floskelhaft eitles Geschwätz zu reduzieren ? Im Zuge der großen Müdigkeit ist es passiert. Plötzlich gab es viel zu viel belangloses und auch wenn mir bewusst war, dass andere meinen können, was sie sagen und schreiben, vielleicht mehr verstehen als ich, erreichten mich die Worte nicht. Ihre und meine gleichermaßen.  (Viele meiner alten Texte stoßen mich ab.)

Ironie des Schicksals könnte man es nennen, dass ausgerechnet ich in diesem Zustand in einem Bücherladen arbeite. Einerseits sind da die Bücher voller Worte und andererseits belesene Menschen, die sich für Bücher begeistern. Über diese Brücke findet eine erneute, vorsichtige Annäherung an die Bücher statt.

Es kann sein, dass mir alles Vergängliche nicht der Mühe wert scheint, der Gedanke, dass durch das beste Buch und das perfekteste Bild keine Aufwertung/Unsterblichkeit gekauft werden kann und das Gefühl, dass wir Menschen genau das zu tun versuchen, dass am Ende nur das Gefühl der Verbundenheit zählt, das wir Liebe nennen und dass wir nur finden können, wenn wir endlich aufhören können, die Bestätigung unserer Wertseins (ziemlich nahe an: Wer sein) als Eintrittskarte in diesen magischen Ort zu betrachten.

 

 

Schwarzer Hund auf Zaun

Wer, nicht Wo.

Immer noch auf der Suche nach dem uns verbindenden Element, nicht bereit Splitter zu sein.

Können wir wissen wer wir sind, ohne den Ort zu kennen zu dem wir gehören. (Ich meine: ja)

Was, wenn es immer so bleibt?, fragte er sie: Was machst du, wenn das immer so bleibt?

Sie war nicht bereit zu antworten.

Es stimmt:  Es ist sehr viel einfacher für sich selbst zu leben, als jemand anderen nahe zu lassen. Weißt du, ich habe es so satt von der Angst vor Nähe zu sprechen. Von Gefühlen, den Versuchen, sich dem anderen zu öffnen. Über das Rätsel. Rätsel sagen- auch wenn man die Antwort kennt.

Wusstest du, dass jedem Satz, der mit „Die Wahrheit über“ anfängt nicht zu trauen ist?

Irgendwie hatte sie gedacht, dass es einfach zwischen ihnen sein würde, weil sie über alles reden konnten.

I wish you well. Tag I

Das Bedürfnis sich in einer anderen Sprache verstecken zu wollen.

Jedes mal, wenn die Finger die Tastatur berühren, werden sie schwer und der Kopf müde. Die Sätze sprudeln nur, solange sie sich in Sicherheit vor Festnahme und Bloßstellung fühlen.

Immer wieder daran denken, dass wir trotz unserer angepassten Art nach Ausgleich streben. Wenn mein Umfeld ganz in weiß gehalten wäre, würde ich nach Farben schreien, wenn zu viel Ordnung um mich herum wäre, würde ich sie zerschlagen, wäre es zu still, dann finge ich an zu schreien. Wie gerne würde ich den Wert eines Buches erleben, wäre mir die Abneigung gegen die Worte aufgrund ihrer Überflutungen fremd. Ich könnte die Wirkung der Sätze in meinem ganzen Wesen spüren.

Die Absichten sind meistens gut. An der Angemessenheit der Reaktion scheitert es oft.

Es ist kein Geheimnis: Aggressive Reaktionen sind oft ein Zeichen für die Unfähigkeit einer Auseinandersetzung des Geschehenen. Angriff als beste Verteidigung der unbedingten Notwenigkeit, Verdrängung aufrecht zu halten.

Eigentlich wollte ich schreiben, wie ich hoffe, dass es dir gut geht. Ohne Erklärungen.

Beobachtung der Diskrepanz zwischen Schreibendem/Schreibender und der ganzen Person haben die Schreibende in mir gehemmt, nicht nur das Gefühl der Sprachübersättigung. Erst wenn ich ganz die bin, wie ich schreibe oder ich schreibe ganz wie ich bin, das Schreiben keine Kompensation mehr für zwischenmenschliche Unfähigkeit zu sein scheint, dann erst.

Die Schulter sind noch immer verspannt. Sie lassen mich an einen Baum denken, der mehr und mehr verholzt.

Oft denke ich, wenn wir doch aufhören könnten mit dem Problematisieren, darauf vertrauen, dass sich alles genauso ergibt, wie es sein soll, wenn wir bereit sind, wenn wir das Bestehen der Vorzeitigkeit oder des Rückgängigmachens einstellen könnten. Leben im Jetzt, du weiß schon.

Jetzt nach dem Schreiben trotz der trägen Hände und Hirns, stellt sich Erleichterung ein. Es gibt merkwürdig, gequälte Laute in meinem Kehlkopf, die mir, wenn ich sie in Meditationen herauslasse ein Gefühl von Fremdheit dem bekannten Selbst geben und es gibt immer noch Träume, in denen ich als kleines Mädchen auf einer Schwindel erregend hohen Säule auf einem vereisten, kleinen Plateau stehe, links vor mir ein halb sichtbares, wollknäueliges Wesen, das das kleine Mädchen erschrecken will und es auch tut, das Mädchen schlittert nach vorn. Ich, die Erwachsene schaue von hinten aus auf einem Felsen stehend, getrennt durch eine nicht zu überspringende Kluft zu, will das Wesen verscheuchen und das Mädchen warnen, sie anweisen still zu stehen. Ich schreie ihr meine Absichten zu. Bis wann, frag ich mich. Wie lange kann man dort still stehen und wache dann auf.

Weißt du, wenn ich an die Flüchtlinge im Schnee denke, an hungrige, frierende, verlassene Kinder und an all die, die Verzweifelten, die ich ignoriere. Letztens haben sie- in Norwegen- Modeblogger in die Textilfabriken geschickt.

In in den Netzen meiner Sozialisierung, betäubt mit etwas, das ich nicht benennen kann, da es mir zu nahe ist.

Ode an die Zuversicht von Büşra Delikaya

Ode an die Zuversicht

Nenn mich verrückt, aber ich glaube an den Frieden.
Jenes Gefühl, für das sich unsere Erde in rote Lachen legte,
ihre reinen Wolken mit schwarzen Dämpfen übermalte.
Dieser Zustand, für den sich unsere Geister treffen,
fernab vondichtgesetzten Grenzen undrumgefetzten Wendungen.

Nenn mich idealistisch, aber ich halte fest an der Freiheit.
Ohne Bedenken und erhobenen Handgelenken
werfe ich das Zeichen und die zwei Finger in die Luft,
recke das Symbol des Sieges einer Menschheit –
durch alle Sphären, durch Enthemmung aller Barrieren.

Nenn mich dumm, aber ich höre auf diese Hoffnung.
Lausche durch böige Weiten und zwischen Bomben und Schreien,
nehme ich nichts als qualvolle Totenstille wahr.
Meine Wimper vermag dann nicht zu zucken,
wenn doch mein Herz zu stocken scheint.

Und solange der Kern meines Wesens
solange er langsamer wird,
solange er schneller schlägt,
wenn nicht gerecht ist was Gerechtigkeit formt,

ich meine nur,
solange diese Adern mit blauer Tinte
den Weg zu dem Friedenszeichen an meinen Fingern,
vom Arm bis zum Handgelenk zeichnen,
werde ich ihr stets folgen.

Ich werde die Einheit erkennen,
die ich in all den verschiedenen Hautstrukturen herauslese.
Ich werde mir die Realität herbeiwünschen,
diesen Wunsch zu einem Ziel formen,
die Utopie zur Tatsache schreiben.

Büşra Delikaya
http://buesrad.blogspot.de/

Fragen

Manchmal rosten Worte oder reifen in der geschützten Umgebung des nicht-Wissen-müssen.

Ist die Welt zu laut? Wurde nicht alles richtige gesagt? Diese Fragen, die einen schweigen lassen. Schweigen bedeutet in diesem Fall aber auch sich herauszuhalten aus dem Geschehen der Welt, Rückzug. Bleibt die Absicht und Handeln im kleinen. Ob Worte schon Taten sind?

Worte führen Kämpfe in unseren Köpfen.

Manche sagen: Worte führen zu Kriegen da draußen. Sie stellen sich streitende Kinder vor, die erst über etwas uneinig werden und sich dann aufgrund des Gefühls im Recht zu sein aufeinander stürzen. Und dann stellen sich vor, wie diese Kinder groß werden.

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